Kindergottesdienst
... auf den Spuren Martin Luthers
Am Sonntag, dem 25. Oktober trafen sich die Kinder vom Kindergottesdienst zu einer Wanderung. Sie gingen und hörten die Lebensgeschichte von Martin Luther.
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Auch Martin Luther war einmal ein kleiner Junge, der mit seinen Geschwistern in die Schule ging. Als er 18 Jahre alt war, dachte er über seine Zukunft nach. Auf dem Heimweg kam Martin in ein heftiges Gewitter. Er gelobte, wenn er den Tag überlebte, wolle er Mönch werden. Martin überlebte das Gewitter. Alle wollten ihn umstimmen, doch er blieb bei seinem Versprechen und würde Mönch. Das Leben als Mönch hatte sich Martin ganz anders vorgestellt. Er wurde immer unglücklicher und dachte sehr viel nach. Tat er auch wirklich genug, um ein guter Mensch zu sein? Er las in der Bibel und lernte einen Satz kennen, der im Römerbrief steht. Dieser Satz ging ihm nicht mehr aus dem Sinn. „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“
Er dachte darüber nach bis Gott zu ihm sprach: Hör auf, dir so viele Gedanken zu machen. Vertraue darauf, dass ich dich liebe. Du bist mein Kind und es ist genug, wenn du glaubst. Dann sind dir alle Sünden vergeben.
Danach wandelt sich Martins Leben. Er war sich sicher, dass Gott ihn liebte, so wie er war.
Martin wurde zum Priester geweiht und studierte Theologie. Er wurde Professor. Er hatte auch eine Gemeinde. Bald merkte er, dass viele Menschen nicht mehr zur Beichte kamen. Sie gingen auf den Markt und kauften sich dort Ablassbriefe. Diese Briefe sollten von den Sünden befreien. Martin bemerkte dies alles und spürte, dass das falsch war, was die Leute da machten. Er schrieb 95 Sätze / Thesen auf ein großes Blatt und befestigte es am Eingang der Kirche. Diese Sätze sollten zu einem Gespräch über den Glauben einladen.Die Menschen lasen die Worte und übersetzten sie an die, die kein Latein verstehen konnten.
„Jedem Christen, dem seine Sünde leid tut, ist sie vergeben. Auch ohne Ablassbrief“, war da unter anderem zu lesen.
Die Leute sprachen untereinander, dass diese Aussagen dem Papst wohl nicht gefielen. Sie hatten recht. Der Papst lies Luther eine Botschaft bringen auf der stand: Wenn er in 60 Tagen seine Irrlehren nicht widerruft, würde er aus der Kirche ausgeschlossen. Luther weigert sich aber. Er hatte trotzdem viele Freunde, die ihm zur Seite standen.
Aber nicht nur der Papst war böse auf Luther sondern auch der Kaiser. Er rief zu einer Versammlung und lud auch Martin Luther dazu sein. Dort wurde Luther noch einmal aufgefordert zu widerrufen. Er tat dies aber nicht. „Ich fühle mich allein an Gott gebunden. Ich kann und will nichts widerrufen. Gott helfe mir. Amen.“ Sprach er und wollte wieder nach Wittenberg gehen. Auf dem Weg dorthin, wurde Martin Luther entführt, nicht von seinen Feinden, sondern seine Freunde brachten ihn auf die Wartburg. Dort hieß er Junker Jörg. Auf der Wartburg begann Luther die Bibel zu übersetzen. Er schrieb das neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.
Das neue Testament wurde gedruckt und an die Menschen verteilt. Alle, ob Bauer oder Bürger, konnten die Bibel danach in ihrer Sprache lesen.
Von nun an feierten die Menschen den 31. Oktober als den Beginn der Reformation.
Text: Monika Hofmann